Cairns inkl. Cape Tribulation und Daintree Rainforest

7.7. bis 12.7.18

Eigentlich war der Plan in Cairns mir mal etwas Ruhe zu gönnen, doch nach nur einem Nachmittag wurde es mir langweilig. Also machte ich mich am Sonntag auf ins Stadtzentrum, um mich über die möglichen Ausflüge, Destinationen etc zu informieren sowie abzuklären, wie ich all diese Reiseziele am Besten erreiche. Es war ein äusserst interessanter, unterhaltsamer und motivierender Nachmittag und ganz nach dem Motto – wer die Wahl hat, hat die Qual wurden erste Entscheidungen fällig. Als diese gemacht und die nötigen Buchungen vorgenommen wurden, gönnte ich mir ein leckeres Abendessen mit entsprechendem Prosecco dazu. 😉

Am Montag wechselte ich dann die Unterkunft und kam von einem bescheidenen Hotel in eine wunderschöne Airbnb Wohnung in Edge Hill. Endlich funktionierte auch das Wlan wieder in einer akzeptablen Geschwindigkeit, so dass ich den Nachmittag auf der Terrasse verbrachte und parallel dazu die anstehenden Unterkünfte fuer die nächsten Tage suchte. Ein herrliches Gefühl!

Am Dienstag gings dann los nach Cape Tribulation und Daintree Rainforest. Zuerst waren wir bei der Mossman Gorge, wo es ein einladender Badeplatz gab. Doch, da wir ja im australischen Winter sind, war niemand erpicht darauf, ins klare Wasser zu gehen. Auf dem Rückweg erklärte uns Marco – unser heutiger Guide und Fahrer – einige Regenwaldplanzen. Er erwähnte auch, dass der Regenwald von Australien der älteste auf der Welt ist und einer der vielfältigsten dazu.

Als wir weiter in den Rainforest eintauchten und uns auf einem Rundgang tiefer in den Wald begaben, erfuhren wir, dass es z.B. in diesem Wald „King Fern“ (Königsfarn) gibt, welches bis zu 8 Meter hoch wird. Man kann sich vorstellen, dass eine Pflanze dieser Grösse dies nicht in wenigen Jahren erreicht, sondern dass diese mehrere Jahrzehnte dafür brauchen. Oder dann gibt es die „Umbrella Plant“. Sie ist genau dafür gut, wie sie heisst – sie schützt perfekt vor Regen. Als ich so eine Pflanze anfassen konnte, war es, als ob ich Plastik berühre – kein Wunder lässt die keinen Regen durch. Dann gibt es viele Arten von Nestern, die einfach so vielfältig aus den Bäumen herauswachsen. Diese werden von den unterschiedlichsten Tieren genutzt – teilweise sogar gleichzeitig. Da wären z.B. natürlich Vögel, aber auch Frösche, Spinnen, Schlangen, Insekten generell, etc etc. Ich will mir gar nicht vorstellen, was da drin alles kreucht und fleucht, aber irgendwie sehen sie aus wie Kunstwerke am Baum, oder?

Das Mittagessen nahmen wir am Cape Tribulation ein. Als wir nach dem Essen durch den Regenwald spazierten, waren wir auf einmal am weissen Sandstrand, der sich unendlich zu verlaufen schien. Genau deswegen ist Cape Tribulation bekannt – hier trifft der Regenwald direkt auf Stand und Meer. Währenddem ich etwas am Stand entlang lief, fielen mir die Kunstwerke im Sand auf. Zuerst dachte ich, dass das jemand in den Sand gezeichnet hat, doch dann entdeckte ich die kleinen Löcher im Sand. Als ich etwas stehen blieb um dies zu beobachten, sah ich, wie ganz kleine Krebse diese Sandkugeln aus ihren Sandtunnels rauswerfen und so ergeben sich diese Zeichnungen im Sand – ich war begeistert!

Im Verlaufe des Tages begaben wir uns auf den River und sahen ein weiteres Mal Krokodile in ihrer ganzen Grösse. Wenn man sie so faul ja fast unbeweglich liegen sieht, kann man sich gar nicht vorstellen, dass die einerseits schnell zuschlagen oder gar springen können. Mir war zudem neu, dass Krokodile am oder im Wasser jagen, essen müssen sie jedoch am Land. Ich war auch beeindruckt davon, dass sie bis zu 80 Eiern in ein Nest legen, jedoch nur 1% überlebt. Ihre Feinde sind jedoch natürlicher Art und nicht etwa der Mensch. Dennoch konnte dank der heutigen Beachtung der Lebensräume dieser Tiere die Population auf einem gesunden Niveau gehalten werden.

Und dann war auch schon bald wieder Zeit, den Weg nach Cairns in Angriff zu nehmen. Auf einmal stoppte der Bus stark ab und Marco quitschte ganz aufgeregt. Auf der anderen Strassenseite graste ein Kasuare, welcher zur Gattung der Vögel zählt. Er ist das grösste Landtier und aufgrund der Anotomie nicht flugfähig. Dieser Vogel ist äusserst selten zu sehen, was auch die Freudesschreie des Guides erklärte. 😉

Auf dem Rückweg machten wir noch einen kurzen Besuch in Port Douglas, welches man als das „Südfrankreich“ Australiens bezeichnen könnte. Müde aber voll mit vielen neuen Informationen kam ich nach Hause und bereitete mich vor auf den Ausflug von Morgen – Segeln zum Barrier Reef!

Alle Fotos Copyright by Monika Manhart

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Autor: Moni_meets_the_world

Ich reise gerne durch die Welt und lass mich inspirieren von der Vielfalt des Lebens. Andere Lebensformen, unterschiedliche Religionen, geographischen Gegebenheiten kombiniert mit Einflussfaktoren wie Klima, Wohlstand, Traditionen etc etc bereichern mich an jedem einzelnen Tag, wenn ich durch die Welt bummle. Mit diesem Blog halte ich meine Erlebnisse in Wort und Bild fest und wer immer Lust hat, darf sich darauf einlassen um sich mit meinen Erfahrungen inspirieren, motivieren lassen.

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