Hervey Bay – Whale Watching

21.7. – 24.7.18

Lindy und Berry – meine neuen Airbnb-Vermieter – holten mich an der Greyhound Haltestelle ab führten mich zum Frühstück aus. Sie müssen mir angesehen haben, dass die Nachtfahrt in dem Bus meine alten Knochen ziemlich mitgenommen hat. Die beiden brachten mir beim wohltuenden Frühstück die Highlights von Hervey näher und ermöglichten mir mit der Fahrt entlang der Esplanade einen ersten Blick auf die Bay zu werfen.

Damit ich mich in dem abgelegenen Appartement flexibel bewegen kann, mietete ich ein Fahrrad. Das Gefährt ist schon etwas in die Jahre gekommen und meine ganzen Fahrkünste waren gefordert, aber es diente auf jeden Fall für meine eigene Unterhaltung wesentlich bei und ich bin sicher, dass sich die Autofahrer mehr vor mir fürchteten als umgekehrt 🙂

Am Sonntagmorgen verliessen wir mit einem Schnellboot die Marina und fuhren Richtung Fraser Island. Nein – nicht um die faszinierende Insel zu besuchen – dieser Ausflug steht am Dienstag/Mittwoch an. Heute waren wir auf der Suche nach Walen sowie Delphine. Ziemlich genau nach einer Stunde, wurden wir fündig und konnten einen Wal beobachten. Es war jedoch eher ein schüchternes Tier, so dass wir nur wenig zu sehen bekamen.

Als wir ein kleines Stück weiter gefahren sind, konnten wir in der Ferne nicht nur zahlreiche Delphine erkennen, sondern auch einen Wal – ach nein es waren 2 Wale….Stopp – nein sogar drei! Wouw! Und schnell konnten auch wir Laien erkennen, dass die Tiere des Meeres miteinander spielten.

Die Delphine windig und mega schnell umrundeten nicht nur die Wale, sondern auch unser Schiff. Sie sprangen in die Luft, umwirbelten die Wale und man glaubte fast, sie lachen zu hören vor lauter Freude sowie Spass.

Die Wale als solches waren aber auch sehr gut aufgelegt und unterhielten uns auf atemberaubende, eindrückliche Art und Weise. Es waren zwei kleinere und ein grosser Wal. Die grossen Wale können bis zu 26 Tonnen schwer werden – unser Schiff, was mir riesig vorkam, wog 25 Tonnen – man stelle sich also vor….. Wale werden zwischen 60 und 80 Jahre alt und wachsen bis zu ihrem 30gsten Lebensjahr. Die Region vom Barrier Reef besuchen sie, um einerseits befruchtet zu werden und 12 Monate dann wieder, um zu gebären. Ein Wal ist pro Jahr rund 6 Monate unterwegs und frisst nur in seinem ursprünglichen Gewässer – also nicht im Barrier Reef.

Es war so enorm beeindruckend, als diese grossen Tiere sich so ungezwungen und frei um unser Schiff herum tollten. Man spürte förmlich ihre Präsenz kombiniert mit ihrer Kraft und Energie. Obwohl sie so schwer sind, wirkten sie im Wasser elegant, dynamisch und beweglich. Ihre Schwerfälligkeit fiel nur dadurch auf, dass die wendigen Delphine sie blitzschnell umspielten.

Einer der 3 Wale stieg immer mit dem Kopf voran auf und präsentierte sich uns. Ein anderer schlug die Seiten- und Schwanzflossen fortlaufend auf die Wasseroberfläche und sorgte dafür, dass wir Zuschauer auch unsere Tropfen abbekamen. Anscheinend soll dieses auf die Wasseroberfläche klopfen auch eine Art der Kommunikation untereinander sein. Und kaum hatte uns das der Kapitän erklärt, erschien am Horizont auch schon das 4. Tier dieser eindrücklichen Spezies.

Es war so wahnsinnig beeindruckend wie sie sich uns so zur Schau stellten, dass ich hunderte von Fotos machte. Ich habe für diesen Bericht versucht die Besten zu sondieren, was mir jedoch bei der Auswahl sehr schwer fiel – es war einfach zu spektakulär, was uns geboten wurde 😉

Äusserst beeindruckt von dem Naturspektakel am Morgen, lief ich dann einen grossen Teil der Esplanade, welche auf über 9 km der Küste entlang verläuft, ab. Sehr angetan hat es mir der über 150 Meter lange Pier, der aufs Meer hinausläuft. Dieser diente in früheren Jahren dazu, den Warenhandel zu vereinfachen, in dem die Warenschiffe anlegten und somit ent- und beladen werden konnten. Damals war der Pier jedoch mindestens 100 Meter länger, um den Gezeiten auszuweichen. Heute dient er vor allem den Fischer als Auswurfstelle. Ich lief auf den Pier raus, als die Ebbe von der Flut abgelöst wurde und so boten sich mir beim Raus- bzw. Zurücklaufen ganz andere Bilder, was dazu führte, dass ich weitere, zahlreiche Eindrücke festhielt 😉

Fazit meines Hervey Bay Besuches: Der Ort selber kann man auf der Reise an der Ostküste auslassen, doch auf keinen Fall sollte man aufs Whale Watching verzichten!

Für alle Fotos Copyright by Monika Manhart.

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Autor: Moni_meets_the_world

Ich reise gerne durch die Welt und lass mich inspirieren von der Vielfalt des Lebens. Andere Lebensformen, unterschiedliche Religionen, geographischen Gegebenheiten kombiniert mit Einflussfaktoren wie Klima, Wohlstand, Traditionen etc etc bereichern mich an jedem einzelnen Tag, wenn ich durch die Welt bummle. Mit diesem Blog halte ich meine Erlebnisse in Wort und Bild fest und wer immer Lust hat, darf sich darauf einlassen um sich mit meinen Erfahrungen inspirieren, motivieren lassen.

2 Kommentare zu „Hervey Bay – Whale Watching“

  1. Es ist schön dass ich zu Hause mit deinen Berichten und Fotos deine Reiseerlebnisse auch miterleben kann. Australien ist tatsächlich eine Reise wert. Wir freuen uns, dass es dir gut geht und du noch viele wunderschöne Erlebnisse auf deiner Reise erfahren kannst. Geniesse es in vollen Zügen und sei dank bar.
    Liebi Grüess us der Schwiiz. Mami undPapi

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