Noosa mit Everglades

27.7. – 1.8.2018

Noosa (benannt durch die Aboriginals) heisst übersetzt „Shadow“. Ich hätte wetten können, dass es etwas mit „Paradies“ oder „Himmel auf Erden“ zu tun hat, denn genau das war es, was mir durch den Kopf ging, als ich im Ort ankam. Ich hatte das Gefühl zu Hause anzukommen und gleichzeitig vermittelte es mir ein enormes Feriengefühl.

Aber vielleicht war das auch einfach nur deswegen so, weil mich die 5 Wochen – vollgepackt mit unbeschreiblichen Erlebnissen, Bekanntschaften und Herumreisen – langsam forderten um nicht zu sagen, müde machten. Noosa war von Anfang an gedacht als Ort, wo ich Urlaub von den Ferien mache 🙂 und dass ich mich hier auf Anhieb so wohlfühle ist ja perfekt!

 

Noosa setzt sich zusammen aus vielen „Quartieren“. Da gibt es Noosa Heads, Noosaville, Noosa North Shore, Noosa Springs und Tewantin. Noosa Heads – als der wohl bekannteste Teil von Noosa – wird aufgrund der verschiedenen Beaches nochmals unterteilt, wo zu jeder Beach weitere Wohnquartiere gehören. Also da gibt es z. B. die Main Beach, Sunrise Beach, Sunshine Beach, Little Cove, etc etc. Und egal an welche Beach man geht – diese scheinen jede für sich unendlich zu sein. Die Quartiere als solches gleichen sich wie ein Ei dem anderen.

Tja – das ist alles logisch und nachvollziehbar. Wenn man dann aber, so wie ich das machte, für die Tage ein Scooter mietet, wird dies zu einer Herausforderung. Dies im Speziellen dann, wenn „Susi“ von Google Maps genau jetzt die Arbeit verweigert. Sie hätte mich nach der Ankunft zu meinem Appartment navigieren sollen…aber das einzige was die liebe Susi mir ins Ohr säuselt, war „kein GPS-Signal“. Na Bravo! Ausgerechnet jetzt, wo ich am Rücken meinen grossen Reiserucksack mit ca 16 kg, vorne den Fotoapparat und die Tasche umgehängt habe und damit ziemlich unbeweglich auf dem 50erli sitze. 😦 Mein Orientierungssinn nimmt die Herausforderung zwar voll motiviert an, doch das macht die Suche nicht einfacher, da dieser praktisch gesehen nicht vorhanden ist….so kurve ich in zahlreiche Quartiere, wende mühsam mein Scooterli, kann Anstiege fast nicht bewältigen, da die Angst mitfährt, dass es mich mit all dem Gepäck auf den Ruecken schlägt, doch ich geb nicht auf. Und so erreiche ich die Wohnung mit einer Verspätung von 20 Minuten, vollgeschwitzt vom mentalen Stress, aber dennoch stolz es ohne Susi gefunden zu haben.

 

Vorteil aus dieser Erlebnisfahrt ist, dass ich nun eigentlich alles kenne und ohne Google Maps auf direktestem Weg überall ankomme. So hat doch alles sein Gutes 😉

Am Freitag traf ich eine Freundin von Nici, was mir das Wochenende auf sehr sympathische Art einläutete. Sie gab mir einige Tipps bezüglich Beaches und Restaurants, aber wir unterhielten uns auch einfach sehr gut. Es tat gut, mal wieder einfach ein bisschen zu „socializen.“

Am Samstag steht mein vorerst letzter Ausflug an. Dieses Mal geht es in die Everglades – ja richtig gelesen — es gibt hier auch einen solchen Nationalpark. Auf der ganzen Welt gibt es nur zwei Everglades. Eines ist eben hier, aber weitaus bekannter ist sicherlich das in Florida. Ich wollte diesen Ausflug – ehrlich gesagt – einfach hinter mich bringen, weil ich mich nicht mehr aufnahmefähig fühlte. Aber die Natur hat mich schnell in den Bann gezogen und so war ich sofort wieder mit dabei :-). Zuerst ist mir das braune Wasser aufgefallen….hmmmm…..ist das Dreck oder wieso ist das so braun? Unser heutige Guide schien meine Gedanken gelesen zu haben und erklärte umgehend, dass der See, welcher unser Ausgangspunkt war, „Lake Weyba“ heisst, was braunes Wasser bedeutet. Die Farbe kommt daher, dass es in dem Gebiet viele „Teebäume“ gibt, die das Teein abgeben und somit die Gewässer verfärben. Ansonsten ist das Wasser sehr klar und fliesst ruhig die verschiedenen Wasserkanäle runter. Daher sind auch die Spiegelungen im Wasser eines der Wahrzeichen dieser Region.

 

Auf der Rückfahrt konnten wir in Kanus umsteigen und die rund 1stündige Fahrt mit Manpower zurücklegen. Ich war in einem Kanu mit 2 tollen Frauen und so hatten wir sehr viel Fun zusammen. Dadurch, dass wir den „Besenwagen“ übernommen haben und vor uns eine Frau mit 2 Jungs (ca 8 und 10 Jahre alt) padelte, blieb uns viel Zeit für Fotos, Reisetipps und -geschichten.

 

Den Sonntag verbrachte ich damit, die Sunrise Beach abzuwandern….aber nach 2 Stunden in eine Richtung ohne nur irgendwo an ein Ende zu kommen, drehte ich wieder um. Auf dem Walk wurde ich von verschiedenen Surfern unterhalten, die immer wieder aufs Neue versuchten „die perfekte Welle“ zu finden und auf dieser endlos zu reiten. Mir war nicht bewusst, dass die dafür ziemlich viel Geduld aufbringen und lange im Wasser warten müssen. Klar – ab und an haben sie dann eine Welle genommen, die vielleicht nicht die perfekte zu sein schien, dennoch ein Versuch wert war. Aber grundsätzlich sitzen die im Wasser und warten…. Wenn sie dann lossurfen, sieht es phänomenal aus und man kriegt richtig Lust, es auch zu versuchen.

 

 

Am Montag machte ich dann den von vielen Seiten empfohlene Coast Walk – wouw war das ein schöner Weg! Ich konnte mich nicht satt sehen. Was mir hier so wahnsinnig gut gefällt ist das Blau vom Meer in der Kombination mit dem Grün und Braun der Bäume und Büsche sowie der helle, gelbliche und teilweise weisse Sand. Die Farben der Natur im Einklang. Jedes Bild ein Hingucker! Ich hätte die Möglichkeit gehabt, einen Rundweg zu machen, welcher jedoch vom Meer weggegangen wäre. Ich entschied mich dafür, den gleichen Weg zurück zu gehen, da dies einfach zu schön war.

 

Am letzten Ferientag in Noosa war Beachtime angesagt. So ging ich am Morgen an die Sunrise Beach joggen, damit ich mich den restlichen Tag mit gutem Gewissen im Sand reekeln und sonnenbaden konnte ;-). Ich war völlig überwältigt von der friedlichen Stimmung sowie herrlichen Farbe des Meeres. Diese Morgenstimmung trieb mich an, so dass ich mich in der Schönheit der Natur vergas und weit länger unterwegs war, als geplant.

 

 

Nun bin ich aber auch froh geht es wieder weiter. Brisbane wartet auf mich und ich bin gespannt, wie mir diese Stadt gefallen wird.

All Fotos and Videos copyright by Monika Manhart.

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Autor: Moni_meets_the_world

Ich reise gerne durch die Welt und lass mich inspirieren von der Vielfalt des Lebens. Andere Lebensformen, unterschiedliche Religionen, geographischen Gegebenheiten kombiniert mit Einflussfaktoren wie Klima, Wohlstand, Traditionen etc etc bereichern mich an jedem einzelnen Tag, wenn ich durch die Welt bummle. Mit diesem Blog halte ich meine Erlebnisse in Wort und Bild fest und wer immer Lust hat, darf sich darauf einlassen um sich mit meinen Erfahrungen inspirieren, motivieren lassen.

2 Kommentare zu „Noosa mit Everglades“

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