Byron Bay und Bangalow

4.8. – 8.8.18

Byron Bay….. bekannt unter den Yoga-Liebhabern, künstlerisch Aktiven, Aussteigern sowie Surfern. Es schliesst sich natürlich nicht aus, dass Byron-Fan’s mehrere dieser Eigenschaften vereinen. 😉

Auf meinem Weg nach Byron wurde mir immer wieder versichert, dass ich diese Destination lieben werde und so erwartete ich, dass mich beim Aussteigen aus dem Bus der Ort und die Athmosphäre total für sich einnehmen werden. Doch ich muss gestehen, dem war nicht so. 🤔

Klar, es hat was….aber irgendwie auch wieder nicht. Ich war selber irritiert, denn ich konnte es nicht in Worte fassen, was mir fehlte bzw. warum ich nicht damit connecten konnte. So liess ich es vorerst ruhen und richtete mich in meiner schnuseligen Wohnung ein. Sie war super gelegen – 2 Minuten über die Wiese zum Strand und nachts konnte ich mich sogar von den Wellen in den Schlaf wiegen lassen.

Aufgrund der Strandnähe ging ich dann am ersten Abend, rechtzeitig zum Tagesende, an die Beach. Und gerade weil ich in den letzten Wochen zahlreiche Strände und ebenso viele Sunsets gesehen habe, erwartete ich wenig Neues. Doch ich muss gestehen – der Strand von Byron hat was Fesselndes. Das Licht, die Farbe des Meeres, die wilden Wellen, im Hintergrund die Hügelketten sowie Baumgruppen und dann dieser mystische Dunst, der sich über die Beach schlängelt…es hat mich ganz in seinen Bann gezogen.

Am nächsten Morgen machte ich mich auf zum Lighthouse. Einerseits ist dies eines der Highlights dieser Region, andererseits bin ich Fan von Leuchttürmen. Egal wo auf der Welt ich solche antreffe, ich bin fasziniert von der mystischen Geschichte, die jeder einzelne Leuchtturm umgibt. Dass ich es hier mit einer schönen Wanderung verbinden konnte, war umso besser.

Auf dem Weg zum höchsten Punkt, kam ich auch noch am östlichsten Punkt vom Mainland Australiens vorbei. Schon ein fesselnder Moment, wenn man da steht und sich dessen bewusst ist.

Etwas überrascht hatte mich dann, oben beim Lighthouse angekommen, dass zahlreiche asiatische Touristengruppen mich „begrüssten“. Die wurden alle mit Bussen hoch gekarrt und belegten jeden einzelnen Fleck rund um das Wahrzeichen von Byron. Ich hatte damit wirklich nicht gerechnet, daher überforderte mich wohl der Touristenstrom etwas.

Wieder unten bei der Beach angekommen, beobachtete und fotografierte ich zahlreiche Surfer. Vom Anfänger bis zum Könner sowie Jung und Alt spielten mit den Wellen. Die einen gekonnter als die anderen, aber eines hatten sie gemeinsam – sie genossen es alle und freuten sich zusehends, wenn ihnen ein guter Ride glückte. Und ich freute mich über die Schnappschüsse, die ich machen konnte 😎

Auf meiner Wanderung überlegte ich mir, was an Byron anders ist als z.B. an Noosa. Irgendwann wurde mir klar, dass mir Byron vorkommt wie ein Teenager – noch nicht klar, welche Richtung es einschlagen will und wofür es steht. Es versucht viele Interessentengruppen anzusprechen – Surfer, Yoga, Aussteiger, (möchte gerne) Künstler und neuerdings auch die „Reichen und Schönen“. Es weiss aber wie noch nicht so richtig, worauf es sich wirklich festlegen soll – wer oder was es sein möchte. Ich denke genau das ist es auch, was ich bei der Ankunft wahrgenommen habe….es ist ein verzetteltes Durcheinander, was sich manchmal sogar widerspricht und keine richtige, überzeugende Ausstrahlung hat. Hinzu kommt, dass es in Byron auffallend viele Obdachlose gibt, die sich auf den verschiedenen Grünflächen der „Stadt“ niederliessen und sich dort ihre Schlafstelle einrichteten. Vielleicht wird in (naher) Zukunft Byron irgendwann erwachsen, wählt eine klare Marschrichtung und kann somit mit dem Ambiente begeistern und zum Verweilen laden.

Am Montag war eher kühles Wetter vorhergesagt, weshalb ich mich bei Buddha Gardens Spa für eine Massage anmeldete. Das Wetter war zwar dann bis am Abend tip top, ich genoss die Behandlung sowie den Saunabesuch und Hot Water-Pool dennoch in vollen Zügen. Katrina, meine Masseurin, kommt ursprünglich aus Chile und finanziert sich ihren einjährigen Sprachaufenthalt mit der Arbeit im Buddha’s.

Am Dienstag nahm ich den Bus nach Bangalow, da es für mich in Byron nichts mehr gab, was ich unbedingt noch sehen oder erleben wollte. Bangalow wurde mir von vielen Seiten ebenfalls empfohlen, also grad richtig für mich. 4 Stunden standen mir zur Verfügung. Ob das wohl reichen wird? Und ob 🙈 😀 das Dorf ist so klein, dass man es in max. 30 Minuten ausgiebig erkundet hat 🤣 Es hat mich jedoch rein von der Atmosphäre her mehr angesprochen als Byron. Da wirklich alles klein ist, konnte ich mir nicht mal mit Spazieren die Zeit totschlagen, denn die Wege waren ebenfalls alle schnell abgewandert. In meiner Verzweiflung und nachdem ich wohl in jedem offenen Lokal einen Tee oder ähnliches getrunken hatte, umrundete ich zig Mal den Sportplatz – ein Rundweg von ca. 12 Minuten 😂🤣 So tat ich wenigstens etwas für die Fitness 👍

Mein Fazit zu den beiden Ortschaften: ein Besuch ja – aber für beides zusammen max. 2 Tage. Ausser man surft, vertieft seine künstlerischen Fähigkeiten oder ist dem Yoga verfallen, dann kann man sich sehr gut mehrere Tage verweilen.

Auf dem Weg zum Flughafen kamen wir an Lennox Head und Sharpes Beach vorbei. Zwei wunderschöne Plätze. Bei meinem nächsten Trip in diese Gegend, werde ich denen mit Bestimmtheit mehr Aufmerksamkeit schenken.

Copyright for all Fotos by Monika Manhart.

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Autor: Moni_meets_the_world

Ich reise gerne durch die Welt und lass mich inspirieren von der Vielfalt des Lebens. Andere Lebensformen, unterschiedliche Religionen, geographischen Gegebenheiten kombiniert mit Einflussfaktoren wie Klima, Wohlstand, Traditionen etc etc bereichern mich an jedem einzelnen Tag, wenn ich durch die Welt bummle. Mit diesem Blog halte ich meine Erlebnisse in Wort und Bild fest und wer immer Lust hat, darf sich darauf einlassen um sich mit meinen Erfahrungen inspirieren, motivieren lassen.

Ein Gedanke zu „Byron Bay und Bangalow“

  1. Hoi Moni
    tönt eher etwas anstrengend… die Zeit tot zu schlagen 😉 Ich hätte auch anderes erwartet, ehrlich gesagt. Dennoch, deine Fotos sind fantastisch und ich würde sehr viel geben, einmal an diesem Strand zu sein und einen Sonnenuntergang zu beobachten. Na ja, ich werde wohl eher davon träumen.
    Ich wünsche dir etwas mehr Action in den kommenden Tagen.

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