08.08. – 1.9.2018
Opera House, Harbour Bridge, Quartier „The Rocks“ „Darling Harbour“ und „Glebe“
Sydney war unter anderem einer der Gründe, wieso ich unbedingt mal nach Australien wollte. Ich weiss nicht warum, aber diese Stadt hat mich immer schon fasziniert und ich stellte es mir in meinen Träumen genial vor, in dieser Stadt zu sein. Und ich kann nach nur wenigen Stunden in dieser Stadt sagen – meine Vorstellungen wurden bei weitem übertroffen!
Ich hatte ein Shuttlebus gebucht, welcher mich in die Stadt bringen sollte. Dieser hatte rund 45 Minuten Verspätung und folterte mich damit nahezu. Ich konnte es nicht erwarten, endlich in Sydney einzutauchen. Als der Bus dann mit uns 3 Passagieren losfuhr, hätte ich fast einen Juchzer laufen lassen 🤣🙈 gerade so konnte ich mich noch beherrschen 😁. Viel schneller als erwartet waren wir dann in Downtown und ich war fasziniert. Natürlich war ich zu diesem Zeitpunkt noch nervös, wie meine Unterkunft für die nächsten 3,5 Wochen aussehen wird, weshalb ich keine Zeit verlor und mich zum Check-In aufmachte. Als ich mich dann endlich durch die grosse Schlüsselvielfalt gekämpft und die Türe aufgeschlossen hatte, entfuhr mir definitiv ein Jauchzer – was für eine schöne Wohnung und die tolle Aussicht! Aufgrund der fortgeschrittenen Stunde eilte ich sofort zum nächsten Laden, damit ich wenigstens noch was zum Essen einkaufen konnte. Als ich so durch die Strassen eilte, genoss ich jeden Meter und lächelte vor mich hin – ich kam mir inmitten all der nachhauseeilenden Businessleuten vor wie eine von ihnen – ja grad so, als ob ich dahin gehörte.
Am nächsten Morgen machte ich mich schon früh auf in die Stadt. Mein Weg in die Stadt kann ich zu Fuss über die Harbour Bridge, mit dem Zug oder aber der Fähre machen. An diesem Morgen probierte ich den Zug aus, da ich einiges zu erledigen hatte und nicht zu viel Zeit verlieren wollte. Einerseits hatte ich mir einige Sprachschulen rausgeschrieben, die ich besuchen möchte. Auf der anderen Seite hatte ich um 14.15 Uhr einen Termin bei Arthur Murray’s Tanzschule. Mein Plan war, dort für die nächsten 2 Wochen Privatunterricht zu nehmen, um meine Tanzkünste – vor allem im Jive – zu vertiefen💃🎶.
Bevor ich mich jedoch bei irgend einer Adresse meldete, ging ich zuerst zum Opera House. Mit klopfendem Herzen entdeckte ich es auf meinem Weg dahin zwischen den Bäumen. Als es dann ganz ersichtlich war, musste ich stehen bleiben um all die aufkommenden Emotionen unter Kontrolle zu bringen. Ich war schlicht überwältigt! Wie es alle Touris machen, so war ich nicht anders – ich fotografierte den berühmten Bau von allen möglichen Seiten – teilweise gar im Selfie-Modus.😍
Dass aber natürlich auch die Harbour Bridge ein Hingucker ist, brauche ich nicht zu erzählen und so wurde auch diese Sujet meiner zahlreichen Fotos. Verschiedentlich gelang es mir sogar, beide Berühmtheiten gleichzeitig aufs Bild zu bringen. 🤗
Voll mit überschäumender Emotionen zog ich weiter, um den ursprünglichen Plan – eine passende Sprachschule zu finden – umzusetzen. Im Quartier „Darling Harbour“ wurde ich dann fündig und schrieb mich für die nächsten 2 Wochen ein. Das Darling Harbour Quartier selber wirkt sehr einladend und ist auch super gelegen. So komme ich von dort mit der Fähre auf direktem Wege von/nach North Sydney – wo ich untergebracht bin – aber auch die Tanzschule liegt in Fussdistanz – also perfekt!
Und schon stand der Termin bei der Tanzschule an. Simon – ein italienischer Profitänzer – begrüsste mich und testete meine tänzerischen Kenntnisse…. wouw – meine Nervosität war riesig durch das Wissen, dass mich hier ein Profi übers Parkett führt. Doch ich stellte mich gar nicht so schlecht an, was wohl nicht zu letzt an der perfekten Führung von Simon lag. Hier tanzen sie zwar zum Teil andere Schrittkombinationen und damit verbunden gibt es andere Tanzfiguren, aber das spielt eigentlich keine Rolle. Ich möchte ja nebst Spass haben, Leute kennen lernen sowie meine tänzerischen Kenntnisse erweitern. Es war eine unterhalsame Stunde und wir haben viel gelacht – ich fühlte mich rundum wohl. Also auch hier Nägel mit mit Köpfen machen und buchen!👍 Damit ich jedoch richtig über die Tanzfläche fetzen kann, benötige ich Tanzschuhe – Turnschuhe sind für diesen Fall nicht so ideal. Also ab zu Bloch, was der Ausstatter für jegliche Art von Tanzen ist. Ich kam mir vor wie im Film und so dauerte das Kauferlebnis relativ lange, denn ich kam aus dem Staunen nicht heraus. 😎 Wieder zu Hause, feierte ich diesen durchaus gelungenen Tag sowie meine neuen Schuhe mittels einem ausgiebigen Apero. 🥂😉
Am Freitag wollte ich über die Brücke in die Stadt laufen, sowie beginnen, diese quartierweise zu erkunden. Ich hatte mir einen Plan zurecht gelegt, wo ich beginnen möchte, doch der war relativ schnell obsolet, denn ich liess mich einfach von dem leiten, was meine Aufmerksamkeit erregte. Aber aktuell bin ich ja noch auf dem Weg zur Brücke 😉. Ich schlenderte durch die Bucht, wo einerseits der Lunapark angesiedelt ist, sowie von wo man einen genialen Blick Richtung Downtown Sydney hatte, mit Schwerpunkt – wie könnte es auch anders sein „Opera House“ und „Harbour Bridge“. Aus allen möglichen Richtungen fotografierte ich diese Bauten einmal mehr und bei jedem Bild war mir bewusst – es ist bestimmt nicht das letzte 😊.
Inmitten der Brückenüberquerung wurde ich von 4 Frauen auf die Geschehnisse am Himmel aufmerksamt gemacht…. Hoppla – da will es einer aber wissen und ich war fasziniert, was sich die Australier dafür einfallen lassen…..❤
Unmittelbar nach der Brücke liegt das Hafenviertel „The Rocks“. Es scheint neu aufzukommen oder aber man möbelt es wieder auf. Egal was es ist – es hat sehr viel Ambiente und lädt zum Verweilen ein. Viele alte Industriebauten wurden umgenutzt und trotzen den Hochhäusern in unmitelbarer Nähe. Herzige Quartiershops, Museen, Märkte und Kaffee’s unterstreichen die spürbare Athmosphäre und lassen einem vergessen, dass man eigentlich in einer 5 Mio-Stadt ist. Hier findet man auch einige der ältesten Pub’s Sydney’s und die Strassen sind aus Kopfsteinplaster – ein Zeichen lang vergangener Zeiten als Strafkolonie und dennoch ein verbindendes Element zu der heutigen pulsierenden Metropole.
Nach einem gemütlichen Mittagessen war mir danach, die Shoppingmeile der Stadt zu suchen und ein bisschen durch die Läden zu streifen. So zog ich eilenden Schrittes und mit meiner „Google Map-Susi“ im Ohr durch die Strassen. Wir zwei haben jedoch nach wie vor grosses Potential, was unsere Zusammenarbeit anbelangt… Wie auch immer – durch unsere Kommunikationsschwierigkeiten ging es nicht auf direktestem Weg zu den Geschäften. Was jedoch nicht weiter schlimm war, denn so stolperte ich über diverse ander Sehenswürdigkeiten und vergas mich in der Zeit. Erst meine müden Beine oder war es eher der mittlerweile kühle Wind, der durch die schattigen Strassen pfiff – was auch immer es war – es erinnerte mich daran, dass es langsam Zeit war, nach Hause zu gehen und die Tagesereignisse bei einem gemütlichen Glas Wein Revue passieren zu lassen.
Am Samstag legte ich meine Joggingrunde so, dass ich über die Brücke in die Stadt und zurück trabte – ein wahnsinnig motivierender Lauf! Nach einer erfrischenden Dusche und entsprechendem Frühstück machte ich mich auf um in Glebe den Wochenendmarkt zu erleben. Doch bevor ich mich dort in all den zahlreichen Ständen verlor, kam ich – einmal mehr zufällig – am Victoria Park und der Universität für Recht vorbei…. schon vergas ich beinahe wieder meinen ursprünglichen Plan… 😀
Doch nur fast und ich war froh, denn auch „Glebe“ hat was Fesselndes. Es hat sehr viele Galerien, Geschäfte mit eigenen Produktionen und einladende Lokale. Bei den Restaurants sind auffallend viele Thai, Indische, Italienische und Indonesische Lokale die zum Absitzen einladen. Der Wochenmarkt bietet nicht nur zahrleiche Stände, sondern man legt auch viel Wert darauf, dass das Zusammensein, Geniessen, Essen und Trinken aber auch das gemeinsam Musizieren nicht zu kurz kommt. Der Weg zu diesem Stadtteil führt über die grosse Strasse „Broadway“ was ein riesiger Kontrast zum eher alternativen Lifestile von Glebe darstellt.
Auf meinem Weg des Erkundens kam ich zu Chinatown. Dieser Stadtteil kam mir nicht so authentisch rüber, wie ich das z.B. von London oder New York kenne, weshalb ich mich dort nicht länger auffielt. In der Verlängerung von Chinatown kommt man dann wieder Richtung Darling Harbour, von wo aus ich den kürzesten Weg nach Hause nahm.
Ich hatte für heute Abend ein Ticket für AIDA im Opera House. Kurz herrichten und wieder ab in die Stadt, wo ich das Opera House in der abendlichen Beleuchtung und dem ganzen Trubel drum herum in mir aufsog. Aida selber war gut insziniert mit einem imposanten Bühnenbild umrahmt. Ich muss jedoch gestehen, dass mich eine Oper als solches nicht gleich berührt, wie dies z. B. ein Musical kann. Aber es war auf jeden Fall ein Erlebnis und ich möchte es keinesfalls missen.
Tja und nächste Woche beginnt nun wieder eine Art Alltag, da ich Montag bis Freitag in der Schule erwartet werde. Hmmm schon komisch, sich einem durchgeplanten Wochenrythmus stellen zu „müssen“ – ob ich das noch kann? Auf diese Weise komme ich aber nach 2 Wochen wieder mal in Gesellschaft, worauf ich mich freue. Und es darf davon ausgegangen werden, dass ich trotz Alltag schon bald wieder weitere News aus Sydney zu berichten habe – Syndney Teil 2 is coming soon :-).
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