8.8. – 1.9.18
Taronga Zoo – Bondi Beach – North Sydney – botanischer Garten – Tanzwettbewerb
Die letzten Tage in Sydney sind angebrochen und diese konnte ich frei von jeglichen Verpflichtungen voll geniessen. Okay – nicht ganz – Tanzstunden standen noch an, doch das gehört für mich ja zum Geniessen dazu! 💃😀
In den letzten Tagen bin ich vermehrt durch den Stadtteil gestreift, in welchem ich untergebracht war – North Sydney mit den Quartieren Kirribilli, Neutral Bay, Kurraba bis hin zum Hudgsons Lookout. Alle diese Ortsteile haben etwas gemeinsam – sie waren erstens mit einer unglaublichen Aussicht bedient und zweitens scheinen sie einen grossen Teil der Upper Class zu beherbergen….
Obwohl das Wetter am Montag nicht so toll war, erkundete ich den botanischen Garten. Ein Must in Sydney nicht zu letzt deshalb, weil es ein weiteres Mal einen wunderschönen Ausblick auf meine Lieblingssujets von Sydney beschert 😉
Am Dienstag war dann auch die Sonne wieder da und so machte ich mich auf zum Taronga Zoo. Es spricht für den Zoo, dass er sich weiterentwickelt und die Räume für die Tiere ausbaut und optimiert. Schade war jedoch, dass dadurch ein grosser Teil des Zoo’s geschlossen war bzw. die Tiere nicht bewundert werden konnten. Nichtsdestotrotz gab es ein paar herzige Begegnungen.
Da der Tag noch jung war, machte ich mich mit der Fähre auf Richtung Downtown und besuchte dort einer meiner Lieblingspätze – „Walsh Bay“. Ich schlenderte durch die Gassen, nahm hier und da einen Drink und sog alles in mir auf, um dann „back home“ in der Erinnerung schwelgen zu können.
Am Mittwoch war es nicht nur sonnig, sondern auch wieder etwas wärmer. Also der richtige Tag um nach Bondi Beach zu gehen. Ich muss gestehen, für diesen Ausflug musste ich mich richtig motivieren…. irgendwie hatte ich das Gefühl, dass mich dort nichts Neues oder Aussergewöhnliches erwartet. Aber da lag ich total falsch! Schon als wir mit dem Bus Richtung Küste steuerten, entfuhr mir ein „Wouw“! Ich glaube ich habe noch selten so eine Wucht der Wellen erlebt. Die ist so stark, dass man auch mit einer guten Distanz zum Wasser das Grollen, Vibrieren und den Power durch und durch spürt. Es war zudem so extrem faszinierend zu sehen, wie die Wellen an Land wanderten. Dann kommt dazu, dass die Farbenvielfalt mit dem Basiston „blau“ kaum schöner sein kann. Getraute man sich etwas näher ans Wasser, war der Wasserstaub überall und verfing sich nicht nur in den Kleidern, Schuhen und Haare, sondern machte es mir Brillenträgerin schlicht unmöglich, länger als 2 Minuten eine klare Sicht zu haben 😎. Ich wanderte den Coast Walk von rund 6 km ab, jedoch habe ich für 6 km wohl noch nie so lange gebraucht. Immer wieder bin ich stehen geblieben, habe zahlreiche Fotos geschossen, Filme aufgenommen und einfach diese Naturgewalt genossen. Es war, als ob ich eins bin mit der Natur. Gegen Ende des Weges – bei Coogee – wurde ich dann etwas mutiger und ging ab und zu an den Rand der Küste. Doch da es zwischendurch immer wieder so starke Wellen gab, die weit über das Küstenende hinausdonnerten, musste ich mehrfach Spurts hinlegen, um nicht von der Welle überrollt zu werden. Es war total lustig und irgendwie auch befreiend. Es ging mir durch jede Faser des Körpers, als ich so nahe am Wasser stand. Ich konnte die Macht und Kraft des Meeres körperlich spüren.😮 Irgendwie hatte dieses Gefühl Suchtpotential und dennoch war der Respekt riesig die Natur nicht zu unterschätzen.
Auf meinem Weg las ich irgendwo, dass es 1938 zu einem Drama anlässlich eines Surf Events kam. Dies deshalb, weil 3 Wellen von unbeschreiblichem und vor allem unerwartetem Ausmass auf die Küste prallte und Hunderte von Personen aufs Meer hinaus zog. 5 Personen verloren damals ihr Leben und dieser Sonntag ging in die Geschichte als „Black Sunday“ ein. Als ich da so an der Küstenfront stand und diese Kraft der Wellen spürte, konnte ich ansatzweise erahnen, wie das an dem ominösen Sonntag gewesen sein muss.
Der Ausflug nach Bondi Beach war atemberaubend schön, unvergesslich und emotional, so dass ich bei der anstehenden Tanzstunde Alfredo komplett mit meiner Begeisterung überrumpelte und kaum in der Lage war, die neuen Figuren korrekt zu tanzen. Eigentlich ist das nicht weiter schlimm, wäre da nicht der Tanzwettbewerb vom Freitag. Am Montag liess ich mich – weiss der Geier warum – dazu überreden. Daher wäre es gut gewesen, ich hätte am Mittwoch noch etwas an den Details gefeilt.🙈😀💃🎶 Janu….es muss nun auch so gehen 🤗 und vielleicht ist es jetzt grad gut, verlasse ich am Samstag die Stadt, um Melbourne zu entdecken. 😉
Für den Tanzwettbewerb hatte ich mich nach dem Dresscode zu richten, also stand der Kauf eines Kleides an. Damit nicht genug, wenn man sich schon in Schale wirft, dann zwingend mit allem drum und dran. Herausgeputzt wie seit dem Start meiner Reise nicht mehr, machte ich mich auf den Weg. Total aufgeregt marschierte ich Richtung Train Station, als plötzlich ein Sturm mit heftigstem Regen losging. Bis ich wusste was passiert, war ich pitschnass 🤣🤣. Zuerst dachte ich, dass jemand einen Eimer voll Wasser über mich geschüttet hat. Tja….bad luck würde ich sagen 😂 Der Tanzwettbewerb war trotzdem ein tolles Erlebnis und beim Cha Cha Cha kam ich sogar ins Finale😊👍.
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Ich hatte eine unbeschreiblich schöne Zeit in Sydney mit herzerwärmenden Begegnungen und ich möchte keine Minute davon missen. Ich bin sicher, dass ich hier nicht zum letzten Mal war und bald wieder durch die Gassen schlendern werde!👍🥂😍
Copyright for all Fotos and Videos by Monika Manhart