07. bis 09.12.18
Gefühlt eine Ewigkeit verging, bis ich endlich wieder zum Flughafen gehen und meine Reise nach London in Angriff nehmen konnte. Meine Freundin lebt seit Juli dort, zusammen mit ihrem Partner, und dieses Wochenende stand wertvolle Freundinnenzeit auf dem Programm.
Das Erlebnis ging für mich schon bei der Anreise los und ich genoss jede Minute am Flughafen. Unerwartet war das Abfluggate im E angegeben. Ein Herzmoment, denn mein letzter Abflug ab Terminal E brachte mich für 3 Monate ans andere Ende der Welt.
In London angekommen ging es auf dem direktesten Weg nach Islington, wo die beiden ihr neues Daheim eingerichtet haben. Obwohl ich bei Dunkelheit von der Station „Angel“ zur Wohnung lief, spürte man das heimelige Flair dieses Stadtteils. Der Kanal tut sicher seines dazu, aber auch die weihnachtlichen Dekorationen waren nicht unschuldig, dass man sich gleich wohlfühlt.
Am Samstag gegen Mittag stellten wir uns den Wetterbedingungen und machten uns auf, Notting Hill und vorher noch den Green Market in Portobello zu entdecken. Faszinierend was man da alles so sieht….natürlich die bekannten, farbigen Häuserreihen aus dem Film „Notting Hill“ aber auch überraschende Hausfassaden, witzige Marktstände, Food Courts mit ungewohnten Speisen und Personen, die auf sich aufmerksam machen. Alles ist so spannend, dass wir kaum dazukamen, uns zu unterhalten 😊😎
Von dort ziehen wir weiter ins Stadtzentrum, wo die Weihnachtsbeleuchtung in jeder Strasse anders gestaltet ist und egal wo man hinkommt, die „Christmas Time“ wird ausgiebig, ja fast schon etwas kitschig, aber dennoch ergreifend zelebriert.
Am Sonntag wollten wir ursprünglich in einem alten Fabrikareal bei Kings Cross einen indischen Brunch geniessen. Dadurch, dass wir wohl etwas lange zu Hause geplaudert haben und dann im Restaurant gut 45 Minuten auf den Tisch warten mussten, kamen wir etwas überraschend zu einem indischen Lunch. Die leckere Menüvielfalt spiegelt sich auf unserem Tisch wieder 🤩.
Vis-à-vis vom Dishoom eröffnete vor kurzem das Quartier „Coal Drops Yard“ seine Tore. Auch hier wurden alte Kohlelager zu Shops, Restaurants und Wohnungen umgebaut. Wahnsinnig schön, was da entstanden ist und nur zu gerne liessen wir uns von dieser Athmosphäre begeistern und verweilten einen Teil des Nachmittags dort.
Renate und ich zogen dann zu Fuss am Kanal entlang noch weiter und besuchten Camden. Ein Ort, der mich immer wieder begeistert und so verloren wir uns ein weiteres Mal in der faszinierenden Stimmung und liessen gemütlich den Tag ausklingen.
London ist und bleibt eine coole Metropole, die bei jedem Besuch neue Faszinationsmomente liefert. Es wird emotional natürlich dadurch verstärkt, dass mir diese Besonderheiten von mir sehr nahestehenden Menschen beschert werden und rar gewordene Freundinnenzeit speziell umrahmt wird.