Albinen – eine Reise in die Vergangenheit

28.2.2019

Vor 20 Jahren lernte ich Albinen im Wallis kennen. Mir als Bündner-Fan war völlig unklar, wo ich da hingeführt werde. Für alle, die Albinen auch nicht kennen, das kleine Dorf liegt rund 6,5 KM vor Leukerbad, oberhalb von Leuk an einem wunderschönen Sonnenhang mit fantastischer Aussicht.

Damals führte mich die Lerngruppe, welcher ich während meiner Zeit an der Hochschule Luzern (HSLU) angehörte, ins Wallis. Nach den ersten 9 Monaten des Studiums, anschliessend an die Prüfungsphase, stand eine Belohnung an. Wir waren total happy das Ferienhaus der Familie eines Lerngruppen-Gspändlis nutzen zu dürfen, da dies unser Budget enorm entlastete. Die Tage im Wallis wurden legendär und unvergesslich. 🙂

Nun war ich letztes Wochenende einmal mehr in Albinen. Ja, die Freundschaft mit diesem Lerngruppen-Kollegen hat sich über all die Jahre gehalten – sogar ausgeweitet, denn mittlerweile zählt seine Frau auch zu meinem engeren Freundeskreis, was äusserst bereichernd ist.

Keine Ahnung warum, vielleicht weil sich dieses Jahr mein Erstaufenthalt in Albinen zum 20. Mal jährt, aber irgendwie verglich ich die Situation von heute mit der von damals. Ich bin fasziniert, wie sich die Einstellung zum Leben, der Lebensform seither verändert hat. Wenn mir heute wichtig ist, dass ich meine Ziele möglichst direkt angehe, kann ich mich nicht erinnern, dass mir damals überhaupt klar war, was mein Ziel ist. In keiner Weise sah ich mich damals veranlasst Ziele für meine berufliche Karriere oder für mein Leben generell zu definieren. Ich nahm einfach jeden Tag so, wie er sich mir präsentierte. Völlig locker, unbeschwert, hingebungsvoll und flexibel.

Heute ist das definitiv anders. Meine Vorstellung vom Leben ist ganz klar, Ziele sind formuliert, Träume werden priorisiert und umgesetzt. Natürlich komme ich ab und an auch ins Straucheln oder passe hier und dort mal an, aber mir ist im grossen Ganzen klar, was mir gut tut, wofür ich stehe und was mir wichtig ist.

Auch wenn man glauben könnte, dass eine so klare Zieldefinition einschränkt oder gar verhindert, unbeschwert im Fluss des Lebens mitzuschwimmen, ist es bei mir überhaupt nicht so. Klar zu wissen, was mir wichtig ist, wo ich meine Prioritäten setze, was ich anstrebe, gibt mir ein riesiges Gefühl von Freiheit. Das Gefühl zu haben, mein Leben bewusst auszurichten, bedeutet für mich Lebensqualität – ja Luxus pur.

Bewusst in der Gegenwart leben und geniessen ist eines meiner Credos. Ich bin aber dankbar für diese unerwartete, kleine Reise zurück in die Vergangenheit. Sie hat mir bestätigt, dass ich für mich auf dem richtigen Weg bin. Stolz und motiviert marschiere ich weiter :-).

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Autor: Moni_meets_the_world

Ich reise gerne durch die Welt und lass mich inspirieren von der Vielfalt des Lebens. Andere Lebensformen, unterschiedliche Religionen, geographischen Gegebenheiten kombiniert mit Einflussfaktoren wie Klima, Wohlstand, Traditionen etc etc bereichern mich an jedem einzelnen Tag, wenn ich durch die Welt bummle. Mit diesem Blog halte ich meine Erlebnisse in Wort und Bild fest und wer immer Lust hat, darf sich darauf einlassen um sich mit meinen Erfahrungen inspirieren, motivieren lassen.

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