Mai 2019
Am Wochenende besuchte ich mal wieder meine Freunde in London. Es ist fast schon wie ein „nach Hause“ kommen, denn es schwingt bereits viel Vertrautheit mit – bei der Anreise mit der Tube, die Fusswege bis zum Haus, die Wohnung inmitten der herrlichen Kanalumgebung, das Kreischen der Gänse, die Skyline…. einfach schön 😍👍
Mein letzter Besuch war kurz vor Weihnachten und auch danach sahen wir uns noch in der Schweiz. Und dennoch viel mir dieses Mal aufgrund unserer Diskussionsthemen sehr bewusst auf, dass viel Bewegung unser aller Leben prägt. Ich z.B. bin kaum zu bremsen wenn ich in mein aktuelles Lieblingsthema „New Work“ verfalle. Mich interessieren aber genauso all die gewesenen und bevorstehenden Veränderungen der beiden, steht bei ihnen das Leben seit mittlerweile fast 3 Jahren ebenfalls laufend auf dem Change-Pfad. In all den Berichterstattungen fällt mir auf, wie wir uns alle 3 massiv verändert haben – offener, mutiger, vielschichtiger und vorallem bewusster geworden sind. Unglaublich spannend all die Erlebnisse, Ansichten, Träume und Vorgehensweisen auszutauschen.
Ein riesiger Effort machen die beiden auch immer, wenn es darum geht, das Tagesprogramm zu gestalten. Mir obliegt dann jeweils die Qual der Wahl, denn aufgrund der beschränkten Zeit, sind nie alle Optionen umzusetzen, doch ist genau das auch ein Vorteil, denn so gibt es unumstössliche Gründe für einen nächsten Besuch 🙃
Dieses Mal wählte ich den „Highgate cementry“, wo Karl Marx angeblich liegt. Der Weg dahin führte uns durch einen wunderschönen, der Jahreszeit entsprechend saftig grünen Park.
Beim Friedhof angekommen kann man schnell erkennen, was es heisst, über 17’000 Ruhestätte zu beherbergen. Soweit das Auge reicht Grabsteine….pompöse, schlichte, klassische, kunstvolle, schiefe, verwachsene…. eines haben zahlreiche gemeinsam – die Zurückgebliebenen haben sich mit berührenden Worten von ihren Liebsten verabschiedet. Manchmal so berührend, dass mir die Tränen in die Augen schossen, ohne dass ich die Menschen kannte. 😢😯
Am Abend wurden wir im nahegelegenen Fifteen verwöhnt. Das Fifteen Menü, ergänzt mit den passenden Weinen, liess unsere Geschmacksnerven Freudentänze aufführen und die gemütliche Atmosphäre vertiefte das Gefühl von Urlaub.
Im Book Club läuteten wir am nächsten Tag bei einem fast schon traditionellen Frühstück mit gebeiztem Brot, Avocado und pochiertem Ei den Sonntag ein. Dass am grossen Tisch neben an ein 30. Geburtstag gefeiert wurde, verunmöglichte uns einen ruhigen Start in den Tag 😎🎊🎁, doch deren Wiedersehnsfreude war herrlich zu beobachten. 🙃 Der Fun-Fotoapparat im Untergeschoss liess uns zu zappeligen Kindern werden, bevor es dann schon bald wieder Zeit war, Richtung Flughafen aufzubrechen.
Ich bin stolz auf uns drei und bin sicher, dass in nur kurzer Zeit vieles von dem was jetzt ist, bereits überholt und komplett anders sein wird. 🤩