Thassos – ein griechischer Geheimtipp

Nach einer längeren Pause ging es dieses Jahr wieder in den traditionellen Freundinnenurlaub. Und wie bei uns üblich, war auch dieses Jahr eine griechische Insel das auserwählte Reiseziel. Aufgrund eines Tipps buchten wir im Vathi Cove Luxury Resort & Spa auf Thassos.

Thassos ist eine kleine Insel im Norden, Nähe des Festlandes, und gilt noch als Geheimtipp. Für mich ist das Erklärung genug, dass keine direkten Charterflüge ab der Schweiz angeboten werden. So buchten wir gemeinsam ab Innsbruck.

Doch um diese Jahreszeit scheint die Insel noch nicht so gefragt zu sein, was zu einer Flugannullation führte. Wollten wir an dieser Destination festhalten, mussten wir München als Ausgangsort akzeptieren. Meine Neugier war definitiv geweckt. Was ist an dieser Insel so speziell, dass man die komplizierte und zeitaufwendige Anreise doch in Kauf nimmt?

Wir trafen uns in Innsbruck, stimmten uns dort bereits auf den anstehenden Urlaub ein und liessen uns dann um 01.30 Uhr im Kleinbus nach München chauffieren. Der Flug ging pünktlich und der Transfer in Kavala zum Fährenhafen verlief prompt. Die rund 1stündige Überfahrt genossen wir in vollen Zügen, was uns aufgrund des langsamen Tempos gut ermöglicht wurde. In Limenas angekommen, wartete der Fahrer auf uns und fuhr uns zum Hotel. Schon nach wenigen Minuten reduzierte er das Tempo stark und schüttelte uns über eine staubige, weisspulvrige Strasse Richtung Hotel. Leicht irritiert aber nicht weniger neugierig versuchten wir durch die Staubwolke etwas zu erkennen. Bald schon fiel uns das Schild „Marble Beach“ auf. Bei den geringen Vorab-Recherchen über diese Insel habe ich gelesen, dass dies der schönste Strand der Insel ist. Gut zu wissen, dass der so Nahe ist 😀. Kurz danach kam der Vathi Port, welcher ebenfalls sehr hübsch aussah. Unser Fahrer meinte dann aber, dass das nichts sei im Vergleich zu unserem Hotelstrand. 🥰 Langsam kam Euphorie auf! Und wir wurden mehr als belohnt!

Zuerst gönnten wir uns unglaublich geruhsame, lesestarke und schwimmfreudige Tage am Meer. Dieses Verwöhnprogramm wurde mit einer excellente Küche abgerundet.

Dann entfachte sich unser Entdeckungsgeist und wir erkundeten die Insel. Wir suchten die viel beschriebenen Beaches auf. Die da sind: Golden Beach, Paradies Beach, Marble Beach, Aliki Beach:

Die vorgänig beschriebene, wunderschöne Vathi Beach beim Vathi Port war die letzten Tage von einem spannenden Gast geprägt: ein grosses Frachtschiff legte dort an, weil es mit dem Inselgut „weisser Marmor“ befüllt wurde. Für unser Empfinden eine spezielle Strandsituation 🙄.

Und ja, dieser weisse Marmor war schon in der Antike bestens bekannt und bei allen beliebt. Auch die Römer waren schon Liebhaber dieses rein weissen Marmors und nutzten diesen für Tempelfassaden und Säulen. Genau dieser Marmor wird auf der Insel abgebaut und gibt ihr gleichzeitig diese unglaublich schönen und edel wirkenden Strände. Und natürlich hebt die weisse Farbe das tiefblaue des griechischen Meers noch intensiver hervor.

Dieses herrliche Fleckchen Erde hat es uns angetan. Wir konnten uns nicht satt sehen an den Farben des Meeres, umrundet vom Grün des bis ins Meer reichenden Waldes, dem weissen Sandstrand und dem wärmenden Gelb am blauen Himmel. Dieses paradiesische Bild wurde durch das vielfältige Vogelgezwitscher, dem Kreischen der Möwen, dem Blöcken der wilden Ziegen und den springenden Fischschwärmen abgerundet.

Mitten im Paradies

Lange ist es her, seit ich einen 2wöchigen Urlaub planen konnte….Pandemie sei Dank 😖 Doch umso schöner war es, als der Tag der Abreise endlich da war. Nur….so unkompliziert wie früher (vor der Pandemie) ist so eine Reisevorbereitung nicht mehr…. trotz Impfung braucht es einen PCR Test, ausführliche Formulare sind just in time auzufüllen….man bedenke die Flugzeit als auch Zeitverschiebung… jaja, da ist das Koffer packen, Zugverbindung raussuchen und online einchecken ein Klags dagegen.

Doch – als wir dann Richtung Flughafen reisten, fing für mich das Ferienerlebnis an. Es fühlte sich an, wie früher zu Weihnachten… ich sog das Ambiente, die Stimmung, die Euphorie förmlich in mir auf….und war ganz chribbelig über das, was uns am Reiseziel erwarten wird.

Und dann hiess es „ready to take off“ und der Flug verlief wie gewohnt ruhig. In Male angekommen schlug uns das tropische Klima entgegen…..so schön 😅 Gemächlich machten wir uns auf zum Bereich, wo die Wasserflugzeuge abheben…wouw – was für eine freudig gespannte Atmosphäre – ob Gross oder Klein, alle strömten nach draussen, um das Geschehen mit allen Sinnen aufzunehmen. Als wir aufgerufen wurden Platz zu nehmen, waren die Fensterplätze sofort belegt und die Kameras auf „on“ gestellt. So natürlich auch meine 😉

Ist es nicht faszinierend….all die Inseln und diese umspielt von den unterschiedlichsten Blautönen? Zu schnell landeten wir beim benachbarten Resort, von wo aus es mit dem Schnellboot zu unserem Reiseziel „Kandolhu“ ging. Dort wurden wir von der Crew sehr herzlich willkommen geheissen und nach einem erfrischenden Willkommensdrink von Linda zu unseren Ocean Pool Villa geführt. Wir waren von der Aussicht, der Schönheit und dem rauschenden Meer so fasziniert, dass wir den Erklärungen von Linda zu wenig das nötige Gehör schenkten. Wir hatten nur ein Ziel, in die Badehose zu schlüpfen und zu geniessen anfangen. Unsere Ferien konnten beginnen 😍

Kandolhu, als eine der 1194 maledivischen Inseln, ist eine der kleinsten, auf welcher ein Resort erstellt wurde. Die Insel ist 100 breit und 200 Meter lang. Um die geringen Platzverhältnisse optimal zu nutzen, gibt es nebst den 20 Bungalows noch 10 Ocean Villas mit direktem Meerzugang und 6 davon mit Pool. Zu Fuss ist sie in rund 10 Minuten umrundet. Die Wege über die Insel, hin zu den Restaurants, Tauchstation, Bar hingegen sind so verworren, dass wir ab und an mal in einem privaten Vorgarten eines Bungalows landen.

Wir haben uns eine der Ocean Villas gegönnt und können uns nicht satt sehen. Leider ist während unserem Aufenthalt das Wetter der Jahreszeit entsprechend unerwartet instabil, was uns täglich mehrere Gewitterfronten  beobachten lässt. Und dennoch, so direkt dieser Naturgewalt ausgesetzt zu sein, ist beeindruckend und hat was Faszinierendes.

Eines der Naturwunder, welches wir täglich miterleben durften, war der Sonnenuntergang. Von zu Hause sind wir atemberaubende Tagesabschlüsse gewohnt, aber dass wir sie hier ebenfalls so uneingeschränkt, traumhaft schön und mit ganz viel Dankbarkeit erleben durften, vergrössert unser Genusserlebnis zusätzlich 😍

Am ersten Morgen fassten wir das Schnorchelequipement, welches uns von da an täglich in die Korallen- und Unterwasserwelt entführte. Wir kriegten nicht genug von der farbenfrohen Fischwelt, die sich uns eröffnet – Manta Ray’s, Haie, Thunfische, Nemos, Lobsters, Oktopusse, Stonefish, Lipstick-Fish, Skorpione, etc etc…faszinierend, atemberaubend, unvergesslich.

Zwischendurch hatten wir aber immer genügend Zeit, uns auf der Terrasse zu erholen und die Erlebnisse zu verarbeiten. Und um das Ferienprogramm stimmig abzuschliessen, fehlte es auch auf kulinarischer Seite an nichts. So standen uns 5 Restaurants zur Verfügung. Unter anderem auch ein japanisches, bei welchem direkt am Tisch gekocht wurde. Der Koch nutzte die Bühne, um spektakuläre Tastings vorzunehmen, denen sich Stephan tapfer stellte. Egal, ob mit oder ohne Showeinlage, das Essen war fantastisch.

Zu früh heisst es dann aber schon wieder Abschied nehmen. Zurück in die Kälte, denn während unserer Abwesenheit kehrte dort der Winter ein. 🥶 Dass der Rückflug von einer Plattform Mitten auf dem Meer aus statt finden soll, empfanden wir als ein weiteres kleines Abenteuer. Ja, wir genossen es bis zur letzten Minute – da konnte auch eine unerwartete, unschöne Flugumbuchung mit Zwischenhalt in Frankfurt nichts daran ändern.

Skiáthos – die griechische Karibik

Juni 2019

Nein, es ist keineswegs übertrieben Skiáthos mit der Karibik zu vergleichen, denn 66 mit weissen bis hin zu goldgelben Traumstränden umspielt mit kristallklarem, türkisblauen Wasser sind hier Standard. Skiáthos gehört zu den nördlichen Sporaden und ist die kleine „Schwesterinsel“ von Skopelos, welche als Drehort für den Film „Mamma Mia“ ausgewählt wurde.

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