29.6. bis 3.7.2018
Endlich war es soweit 😎 am 29.6.18 um 02.00 Uhr betrat ich australischen Boden! Ich konnte mir auf dem Hinflug ein stetes Lächeln nicht verkneifen – mein lange Jahre gehegter Traum wird endlich wahr! Let’s start the Adventure!
Am späteren Vormittag machte ich mich daran, die ursprünglichen Aussies (à la Corcodile Dandee) zu suchen. Ich war aber zuerst ganz verwirrt…Darwin ist ein gut überschaubares „Dorf“ – das hatte ich mir definitiv anders vorgestellt. Natürlich fehlt mir aktuell noch der Vergleich, aber die Jungs in Darwin sahen ganz „normal“ aus….vielleicht muss ich diese Einschätzung im späteren Verlauf der Reise korrigieren 😉.
„Happy Birthday“ heisst es zum einen am nächsten Morgen, aber auch 5.30 Uhr aufstehen. Nicht etwa deswegen, weil ich „meinen“ Tag voll auskosten wollte, sondern weil mein Transfer für die Adventuretour „Dragonfly Dreaming“ um 06.10 Uhr losging. Als alle 16 Teilnehmer eingesammelt waren, machten wir uns auf zum Litchfield National Park mit den Highlights „Wangi Falls“ und „Florence Falls“. Zugegeben 2 schöne Wasserfälle, aber wenn man vis-à-vis von einem der grössten Wasserfälle der Schweiz aufgewachsen ist, lösen die nicht so viele A’s und O’s bei mir aus. Hingegen waren die „Magnetics and Cathedral Termite Mounds“ äusserst interessant, vor allem wenn man bedenkt, wie alt die sind und immer noch aktiv. Die Cathedral auf dem Bild unten ist rund 500 Jahre alt.
Dann ging’s weiter ins erste Camp, welches bereits im Kakadu National Park liegt. Leider erreichten wir dieses erst bei Dunkelheit, was immer etwas Unbehagen auslöst. Nach der Zeltverteilung ging’s daran das Abendessen zu brutzeln. Mal ein anderes Geburtstagessen, aber der Hunger war so gross, dass es sogar schmeckte 😉.
Am nächsten Morgen war ich zuerst mal dankbar überlebt zu haben!😁 Keine Spinne, Schlange oder sonstige Viecher hielt mich vom Schönheitsschlaf ab! Mit all diesem Glück ging’s zum Yellow River, wo wir eine eindrückliche Bootstour machten. Natürlich haben wir in den 2 Stunden nur einen Bruchteil der Yellow Waters gesehen, dafür viel gehört über Krokodile und all die anderen Bewohner dieses National Parks. Wahnsinnig, wie stark der Wasserstand variieren kann – bis zu 2 Meter Unterschied (höher) zu dem Stand, welchen wir sahen. Es war ein bewegender Moment mit all der Geschichte, Friedlichkeit und dennoch dem Wildlife in Berührung zu kommen.
Und schon ging’s weiter im Thema „Geschichte“. Wir besuchten Wandmalereien im ursprünglichen Aboriginal-Gebiet. Wouw….wusstest Du, dass jedes Bild eine Geschicht, Lebensweisheit oder gar den Speiseplan wiedergibt? So ist im Beitragsbild (ganz oben) zum Beispiel dargestellt, dass man nicht stehlen darf. Von einem Aboriginal erzählt, dauert das natürlich einiges länger und es unterscheidet sich in der Art der Darlegung auch, ob es von einem männlichen oder weiblichen Aboriginal erläutert wird. So oder so ist es faszinierend wenn man bedenkt, dass diese Bilder weit älter als 5’000 Jahre alt sind.
Und am Abend dürften wir noch weitere Bilder und Wohngegebenheiten der Aboriginals kennenlernen. Danach kletterten wir auf den Nadab – bekannt aus dem Film „Corcodile Dundee“ – und uns war ein wunderschöner Sonnenuntergang hold inmitten dieser geschichtsträchtigen Region. Ein tiefgehender Augenblick gespickt mit viel Dankbarkeit.
Am 3. Tag der Tour war Wack up um 04.30 Uhr, da die Jim Jim Falls auf dem Programm standen. Ich war schon ganz aufgeregt, denn unser Guide Simon redete schon 3 Tage von diesem Erlebnis. Bis wir dann rund 900 Meter über schwer zugängliche Felswege zum Jim Jim kamen, war eine 2stündige Fahrt mit dem Bus nötig. Diese Fahrt hatte es in sich und ich weiss nun, wieso bei der Tourausschreibung „4WD“ ergänzt war. Dort angekommen, krakselten wir los, was länger dauerte, als was man bei 900 m denken könnte. Doch wir wurden belohnt! Auch dieser einst heilige Platz der Ureinwohner begeisterte mich und das Bad im herrlich kalten, erfrischenden Wasser war genial.
Und dann hiess es schon wieder „back to Town“, was 4 Stunden dauerte. Das ist sicherlich der Punkt, auf welchen ich am wenigsten gefasst war – diese enormen Distanzen! Daher verbrachten wir notgedrungen viel Zeit im Bus und beim Rausschauen ist da einfach nichts….Steppe, Termiten Cathedrals und ab und an Büsche mit Blüten….that’s it! Sogar die Australier unserer Gruppe konnten sich ein Überraschungslaut nicht verkneifen beim Strassenschild, wo stand, 1400 KM bis Red Center (Alice Springs).
Es war eine bewegende Reise in die Vergangenheit von Australien und morgen geht’s weiter ins Red Center, wo weitere Erfahrungen dieser Art auf mich warten. Ich freu mich darauf, aber nun bin ich dankbar über eine Dusche und ein normales Bett😃.
Ps: wusstest Du, dass es in Australien seit 65’000 Jahren Zivilisation gibt? In Afrika hingegen erst seit rund 4’000 Jahren? Ist das nicht faszinierend?
Alle Fotos Copyright by Monika Manhart
Wahnsinnig schöne Bilder
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