Alice Springs inkl. Uluru Outback Tour

03. bis 06. Juli 2018

Nach einer wohltuenden Nacht im Hotel in Darwin war es einmal mehr Zeit, alle meine 7 Sachen zusammenzupacken. Alice Springs war mein nächstes Ziel.

Der Flug dauerte knapp 2 Stunden und wir legten eine Distanz von rund 1’500 zurück. Wie wenn ich das erste mal geflogen wäre, klebte ich am Fenster, denn über die komplette Distanz war da absolut nichts zu sehen – ausser australischer Busch! Also keine Wälder, Berge, Seen, Flüsse, Häuser oder Dörfer…einfach nichts!

In Ali (wie es die Australier nennen) angekommen war stark spürbar, dass hier andere Temperaturen herrschten, als was ich es gewohnt war. Und die Bottom Line war noch nicht erreicht!🙄 Ich frierte mir im Laufe des Abends noch fast den Allerwertesten ab, denn es ging bis auf 2 Grad runter….man bedenke, ich kam von Nachttemperaturen von rund 22 Grad zudem haben sie es hier nicht so mit Heizen, was ein Aufwärmen im Zimmer verunmöglichte!😮

Genug gejammert 😉 am nächsten Morgen ging es los Richtung Uluru (Ayers Rock) National Park. Hiess für mich erneut um 05.15 Uhr aufstehen, da der Pick up Service auf 06.00 Uhr angekündigt war. Als alle im Bus waren, düsten wir während 4.5 Stunden wieder durch das Outback, ohne wirklich was zu sehen..ausser – ja Du ahnst es sicher schon – Buschlandschaft. Doch dann ging es los….von weitem sahen wir den Uluru😍 Für mich ein enorm emotionaler Moment! Mein Herz klopfte wie wild, als wir den ersten Fotostopp machten und ich war tief bewegt! Ja sogar Freudentränen stiegen in mir auf. Ich war überglücklich und dieses Gefühl hielt den ganzen Tag lang an!🙌

Doch bevor wir näher zum Uluru gingen, wurde uns die Kultur, Lebensform sowie Fauna und Flora rund um den Urulu von einem Aboriginal ausführlich erläutert. Es ist den Aboriginals, welchen das Gebiet des Uluru‘ s gehört, wichtig, dass nicht nur Fotostopps gemacht werden, sondern das man die Historie dahinter ansatzweise zu verstehen versucht. In Australien hatte es z.B. vor vielen Jahrhunderten 500 verschiedene Sprachen gegeben, heute sind es noch rund 80! Diese konzentrieren sich ausschliesslich auf das Buschgebiet bzw die Aboriginals, den in den städtischen Gebieten ist Englisch die Landessprache.

Kommen wir zurück zum Uluru – es ist nun übrigens beschlossene Sache, dass der Uluru ab dem 25.10.2019 nicht mehr bestiegen werden darf! Dies hat der Ältestenrat zusammen mit dem Gouverment vor wenigen Wochen beschlossen. Ich denke aus Respekt gegenüber dem Urvolk aber auch aus Sicherheitsgründen, ist es besser so, denn auch schon seit mehreren Jahren wird gebeten, freiwillig auf eine Besteigung zu verzichten.

Aber kommen wir abermals zurück zu meinem Uluru-Besuch 😉 egal wo rund um den Uluru wir standen, es ging mir unter die Haut und faszinierte mich gleichermassen. Und natürlich….Wie Hunderte andere fehlten auch wir beim spektakulären Sonnenuntergang nicht….sind die Bilder nicht wahnsinnig?

Am nächsten Morgen war Wake up Time 04.45 h, so dass wir an vorderster Front dabei sein konnten, als die Sonne nahe dem Uluru aufging!

Anschliessend ging’s zum Kata Tjuta, wo wir rund 5 km wanderten. Nebst der beeindruckenden Felsen, vermittelte uns Phil (unser Tour Guide) viel zum Thema „Entstehung dieser Felsformationen“ sowie erneut zu Fauna und Flora sowie deren Naturheilkräfte oder für welches Werkzeug sich welches Holz am Besten eignet. Phil lehrte das alles sehr interaktiv, wie man unten sehen kann, was ihm die Aufmerksamkeit der Teilnehmer garantierte. 😉

Die Felsformationen waren auch hier sehr beeindruckend, sowohl die Beschaffenheit als auch die Farbe. Der höchste Kara Tjuta ist 200 Meter höher als der Uluru und somit 548 MüM hoch. Beide Felsen zeigen jedoch nur einen Bruchteil ihrer ganzen Pracht – rund 5,5 bis 6 km liegen unter der Erde. Um die 36 Felsköpfe des Kata Tjuta pfiff ständig ein warmer, trockener – teilweise heftiger – Wind, der wohl ein Bruder von unserem Föhn sein muss….wenig überraschend, dass man dieser Region drum auch „Valley of the Winds“ sagt. Dieser Wind half über all die zig Jahrtausende hinweg mit, diese eindrücklichen Rundungen zu formen.

Bevor es ins Nachtlager 2 ging, kamen wir am Mount Conner (ihn verwechseln Vorbeireisende oft mit dem Uluru) sowie an einem Salzsee vorbei. Ich hielt zudem noch ein paar Impressionen der vorherrschenden, roten Erde fest – ein Anblick, der einem in dieser stets Region begleitet.

Ja und dann wurde das Geheimnis des Nachlagers endlich gelüftet….Ich hatte die schlimmsten Vorstellungen, welch persönliche Herausforderungen ich zu nehmen hatte. Aber weit gefehlt! Mit Abstand das genialste Outback Nachtlager das wir hatten. In the middle of nowhere, fernab von jeglichem Lärm, Lichtquellen und Handyantennen. Klo wie Dusche hatten zwar einen Vorhang, welchen man – sofern man Licht wollte während des Aufenthaltes im „Spabereich“ – nicht schliessen könnte. So war einem während dem Duschen sowie beim Klogehen die Aussicht in den Busch oder zum absolut genialen, fantastischen, vielfältigen, umfangreichen, unbeschreiblichen Sternenhimmel garantiert.😍

Das Abendessen kochte Phil für uns und das ausschliesslich auf dem offenem Feuer. Das von uns gesammelte Feuerholz sorgte dafür, dass wir auch nach dem Essen eine romantische Lagerfeuer Athmosphäre hatten. Ein rundum gelungener Tagesabschluss.

Früh ging aber dann doch auch dieser Tag zu Ende, denn am nächsten Morgen drönte einmal mehr um 04.45 Uhr Musik in die Zelte. Heute stand die Sonnenaufgang Wanderung Watarrka (Kings Canyon) an. Weit vor dem Sonnenaufgang ging’s los, so dass wir pünktlich zum Erscheinen der Sonne im „Garden Eden“ sowie der dazugehörigen Quelle waren. Auch auf diesem Weg erklärte uns Phil wie dieses Tal entstand und zeigte „aktuelle“ Abbruchstellen, welche mittlerweile auch schon vor 90 Jahren sich erreigneten. Fauna- und Florakunde gehörte ebenso dazu wie die zahlreichen Fotostopps.

Nach einem kurzen Mittagessen ging es zurück Richtung „Ali“, wobei wir nach der Fahrt von rund 100 km Offroad Piste noch eine kurze Break bei einer Camel Farm einlegten. Hier sah ich dann zum ersten Mal ein Känguru sowie ein Känguru-Baby. Mutter wie Baby waren jedoch leider in kleinen Käfigen, was eher traurig stimmte, weshalb ich auch auf ein Foto verzichtete.

Drei wunderschöne, erlebnisreiche, aktive, beeindruckende Tage gehen zu Ende. Ich bin dankbar, dass ich das alles erleben durfte!

Morgen geht’s dann weiter nach Cairns, von wo weg nun ausschliesslich ich das Tagesprogramm bestimme. 😎Doch zuerst werde ich 2, 3 Tage Erholung einschalten, um mir vor allem auch Zeit zu geben, die vielen, tollen Erlebnisse zu verarbeiten.🌞🥂👙🥗🏊‍♀️⛱

Alle Fotos Copyright by Monika Manhart

Avatar von Unbekannt

Autor: Moni_meets_the_world

Ich reise gerne durch die Welt und lass mich inspirieren von der Vielfalt des Lebens. Andere Lebensformen, unterschiedliche Religionen, geographischen Gegebenheiten kombiniert mit Einflussfaktoren wie Klima, Wohlstand, Traditionen etc etc bereichern mich an jedem einzelnen Tag, wenn ich durch die Welt bummle. Mit diesem Blog halte ich meine Erlebnisse in Wort und Bild fest und wer immer Lust hat, darf sich darauf einlassen um sich mit meinen Erfahrungen inspirieren, motivieren lassen.

4 Kommentare zu „Alice Springs inkl. Uluru Outback Tour“

Hinterlasse eine Antwort zu jsenglishwebsite Antwort abbrechen

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..