Sydney – Teil 2

08.08. – 1.9.2018

Landports English Language College – Arthur Murray Dance Studio Sydney – Quartier „Barangaroo“, „Walsh Bay“, „Kings Cross“, „Durlinghurst“, „Paddington“

In dieser Woche startete am Montag die Sprach- und Tanzschule. Natürlich war ich gespannt, welche neuen Gspändli in der Schule auf mich warten und wie der Unterricht effektiv sein wird. Denn es war ja auch die Absicht, sprachlich ein Bisschen was zu profitieren. Ein weiterer herrlicher Morgen begrüsste mich und so machte ich mich top motiviert mit der Fähre auf zur Schule.

Nach diversen Tests am Morgen wurden wir in Klassen eingeteilt. Ich kam in eine international bestückte Klasse, die sich auf verschiedene Test vorbereitet, was eine gewisse Ernsthaftigkeit während des Unterrichts versprach. Erstaunlicherweise hat es wahnsinnig viele Brasilianer an dieser Schule, was gemäss der Schulleiterin saisonal bedingt sei. Unsere Lehrerin, Milene, kommt ursprünglich aus Brasilien und liebt es zu singen sowie die Schauspielerei, was wir im Unterricht immer wieder zu spüren kriegen. 😀🎶🎵 Der 1. Tag war schnell vorbei – nun kann die tägliche Routine beginnen 😉.

Und kurz nach der Schule ging es weiter mit dem Tanzkurs. Alfredo aus Mexico war heute mein Lehrer und er unterrichtete mich in Fox Trott, Cha Cha Cha, Rumba, Walzer, Swing und Tango. Es war eine unterhaltsame, aber auch anstrengende Stunde – also genau das, was ich mir erhoffte.

Am Dienstag bin ich nach der Schule nach Barangaroo mit dem Barangaroo Reserve, weil mir auf der Fahrt mit der Fähre dieser Teil der Stadt aufgefallen ist und mich zum Erkunden einlud. Barangaroo ist der Stadtteil, der innerhalb eines Projektes re-created wird. Dieses Projekt konzentriert sich darauf, den ursprünglichen australischen Gegebenheiten grösste Beachtung zu schenken und damit zu re-naturalisieren. In der Barangaroo Business Area sind 50% der Flächen als Aufenthalts-, Erholungs- und Sozialisierungs-Bereich bestimmt. Die Neubauten werden unter dem Aspekt umweltbewusster Bedingungen gebaut und im angrenzenden Barangaroo Reserve ist ein Park mit ausschliesslich einheimischen Pflanzen, Gräsern und Bäumen angelegt, was dazu führt, dass auch die ursprünglichen Vögel etc sich hier ansiedeln. Der Park ist zu einem grossen Teil umspielt von Wasser, was die ruhige, gemütliche, erholsame Stimmung zusätzlich unterstreicht.

Von Barangaroo Reserve kommt man weiter nach Walsh Bay. Hier hat es mir so gut gefallen, dass ich am Mittwoch gleich nochmals hinging und den Nachmittag bei einem Bierchen und in netter Gesellschaft genoss. Die 4 Finger-Docks, die früher ausschliesslich der Lagerung von Ware dienten, werden heute vorwiegend von Tanzausbildungsstätten wie dem australischen Collage und der Universität of Dance beansprucht. Es haben sich dort seit kurzem aber auch viele kleine Geschäfte mit tollen Restaurants und Cafe’s eingerichtet und luxuriöse Loft-Wohnungen mit eigenem Bootsplatz werden zum Kauf angeboten. Für mich ist klar – wenn ich in Sydney wohnen würde, dann da 😍😎. Von hier aus hat man auch einen guten Blick auf die Harbour Bridge sowie nach Sydney North, wo ich untergebracht bin.

An die neue Tagesroutine hatte ich mich schnell gewöhnt. Da ich jedoch keine Lust hatte, mich morgens und abends in die dunkel gekleidete, grummlige Arbeitermasse zu stellen um von A nach B zu gelangen, entschied ich mich, zu Fuss in den Tag zu starten. So marschiere ich über die Brücke ins Stadtzentrum und dann dem Wasser entlang nach Darling Harbour – herrlich, so den Tag zu beginnen….gemütlich, aktiv, zufrieden. Motivation pur! 😍

Bevor am frühen Abend dann jeweils die Tanzstunden anstehen, erkunde ich weitere Quartiere/Park’s etc. Kings Cross ist ein solcher Teil. Dieser Stadtteil ist das Mekka der Backpackers – entsprechend sind die Lokale, der Groove, etc. Für mich war eher der Weg dahin eine Bereicherung, denn der führte über den Hyatt zum Cook & Philips Park, bevor es dann über die William Street nach Kings Cross ging. Die Parkanlagen sind richtige Ruheoasen mitten in der Stadt, welche auch stark und gerne genutzt werden.

Am Samstag stand dann ein Ausflug nach Paddington an, denn dort soll es einen tollen Markt geben. Also nichts wie hin! Da die Züge wegen technischen Problemen auf der Northern Line – sprich auf meiner Linie – sehr unregelmässig fuhren, entschied ich mich einmal mehr, zu Fuss loszutraben…so weit kann das ja nicht sein 🤔 nun ja….als ich nach 2.5 Stunden in Paddington angekommen bin, war ich schon etwas müde 😉 und freute mich auf einen Markt, wie ich ihn in der Woche davor in Glebe erlebte. Tja….weit gefehlt 😲 es ist zwar ein herziger, jedoch schnusselig kleiner Markt, der sicherlich für die Anwohner ein Erlebnis darstellt. Aber für eine längere Anreise lohnt es sich definitiv nicht…. Unmittelbar neben dem Marktgelände habe ich noch eine zukunftsweisende Umnutzung von leerstehenden Gebäuden gesehen…😂 eine Kirche wurde kurzerhand in ein Luxus-Kleidergeschäft umgebaut 👍👏

Wenn ich aber schon mal da bin und mittlerweile mein Magen sich bemerkbar machte, entschied ich mich ins „The Paddington“ zu gehen, um was zu essen. Als ich im Lokal war, musste ich schmunzeln – ich hatte mir ein Güggeli-Restaurant ausgesucht und war grad an den Bierkeller im Südtirol erinnert, welchen wir auf unserem traditionellen Familienurlaub regelmässig besuchen.

Auf dem Weg nach und von Paddington weg durchquerte ich noch das Quartier „Darlinghurst“. Gleich wie Kings Cross könnte mich das wenig begeistern. Hier war es jedoch eher so, dass man sich aufgrund der Strassennamen wie Oxford, Liverpool, Victoria Street, an England erinnert fühlte. Die Strassen und Geschäfte waren auch entsprechend darauf ausgerichtet, dieses Britishe Flair zu vermitteln….nur war da weit und breit keine Seele zu sehen. Dieser Stadtteil wirkte wie ausgestorben – schade, denn grundsätzlich hätten diese Strassen viel zu bieten.

Donnerstag und Freitag standen am Nachmittag/Abend weitere Tanzstunden an. Simon nahm sich meiner am Donnerstag an und arbeitete mit mir weiter an den 6 Standard-Tänzen. Es macht echt total Spass und ich komme gar soweit, dass ich nicht nur den Walzer lieben lerne, sondern auch den Tango. Aber mein Favorit dieser 6 verschiedenen Tänze ist der Swing….wen wunderts….dieser ist sehr ähnlich zum Jive. Am Freitag war dann die Konzentration alleine auf den Jive. Shane sah es als seine Aufgabe an, an meinen bestehenden Kennnissen zu feilen sowie Neues zu vermiteln. Erneut ein Abend, der gefüllt war mit viel Spass, Freude, Humor und natürlich Tanzen.

Nachdem ich die vergangene Woche über 110 km zu Fuss zurückgelegt habe, gönne ich mir heute einen ruhigeren Tag. Am Abend steht noch ein Kinobesuch an, aber sonst eher die Seele baumeln lassen und an der Reiseplanung für WA feilen.

Copyright for all Fotos and Video by Monika Manhart.

Avatar von Unbekannt

Autor: Moni_meets_the_world

Ich reise gerne durch die Welt und lass mich inspirieren von der Vielfalt des Lebens. Andere Lebensformen, unterschiedliche Religionen, geographischen Gegebenheiten kombiniert mit Einflussfaktoren wie Klima, Wohlstand, Traditionen etc etc bereichern mich an jedem einzelnen Tag, wenn ich durch die Welt bummle. Mit diesem Blog halte ich meine Erlebnisse in Wort und Bild fest und wer immer Lust hat, darf sich darauf einlassen um sich mit meinen Erfahrungen inspirieren, motivieren lassen.

Ein Gedanke zu „Sydney – Teil 2“

  1. Hallo Moni
    ich lese, dass du Sydney wirklich entdeckst und viele Quartiere und Parks besuchst. Ist das nicht toll, so Zeit zu haben, eine Stadt zu entdecken. Ich war gespannt auf deinen Bericht über den Ausflug in die Blue mountains, schade war das Wetter anfangs nicht so. Wie geht nächste Woche weiter? Und wann reist du weiter? Ich freue mich, wenn du in Melbourne die Stadt entdecken wirst. Liebe Grüsse

    Like

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..