Perth – Albany – Esperance Tour

20.09. – 23.09.2018

Meine letzte Tour auf dieser Reise durch Australien führt mich in den Süden der Westküste. Die Wettervorhersagen versprechen nicht nur sonnige, sondern auch sommerlich warme Tage, was für eine Reise in die Weinregion doppelt gut ist.

Die Gruppe bestand am ersten Tag aus 3 Personen, wovon ich eine war, und unserem Guide. Und wie für Australien usanz….es stand eine lange Fahrt an um das Ziel Albany zu erreichen. Wir fuhren nur ein kurzes Stück der Küste entlang. Danach wälte Ray, unser Guide, den Weg übers Landesinnere. Ich fühlte mich an die Schweiz erinnert, denn wir waren inmitten einer hügeligen, saftig grünen Landschaft, Kühe weideten, Obstbäume säumten den Weg und erfreuten das Auge mit spriessenden Blüten.

Wir durchfuhren mehrere kleinere Dörfer und machten den ersten offiziellen Halt bei den Tree Towers. Diese wurden ursprünglich errichtet um Waldbrände frühzeitig zu auszuspähen. Heute sind sie eine Touristenattraktion und ein Erklimmen des über 40 Meter hohen Baumes gehört zum Programm 😉.

Danach stoppten wir beim „Tree Top Walk“. Hier stehen zahlreiche Red Tingle Trees, welche mittlerweile unter Artenschutz stehen. Diese riesigen Bäume werden bis zu 75 Meter hoch und eignen sich optimal zum Herstellen von Möbeln. Deshalb wurden diese bei der Besiedelung Australiens ungeachtet der Arterhaltung grosszügig, ja überschwänglich verarbeitet. Heute sind Plätze wie dieser Tree Top Walk dafür erstellt worden, um mit dem Schutzprogramm die Ausrottung zu verhindern. Diese Bäume haben nebst der besonders geeigneten Holzbeschaffenheit auch noch eine andere Spezialität…. im Falle eines Feuers kann es durchaus sein, dass es im Bauminnern brennt, die äussere Schicht des Stammes sowie die Wurzeln bleiben jedoch bestehen und so fängt der Baum nach dem Brand wieder an zu wachsen. Die Zeichen des Feuers sind ersichtlich unter anderem durch diese ausgehöhlten Baumstämme. In diesem Baum-Schutzgebiete gibt es auch einen Baum, der „Grossmutter-Baum“ genannt wird. Schaut man sich das Foto unten an, ist nachvollziehbar woher das kommt 😀.

Und bevor wir in Albany ins Motel eincheckten und zu den weiteren 6 Traveller stiessen, gingen wir noch zur Natural Bridge und genossen die Abenddämmerung. Eindrücklich, wie diese Felsbrocken heroisch daliegen und sich den kraftvollen, fontänenartigen Wellen entgegenstellen.

Ab dem 2. Tag übernahm Mel die Leitung der auf 9 Personen angewachsenen Gruppe. Nach einer kleinen Rundfahrt in Albany besuchten wir eine Sandalwood Fabrik. Im Anschluss daran – wie kann es im Süden auch anders sein – stürmten wir eine Winery 🥂😊. Ich muss sagen, so früh am Tag, 10.15 h, hatte ich noch nie eine Wein-Degustation 🙈… aber mir kam vor, die Stimmung in der Gruppe war – zurück im Bus – aufgehellter und alle schienen die morgendliche Müdigkeit abgelegt zu haben 😉. Danach hiess es wieder windschnittig 450 KM abrasen mit dem Ziel Esperance.

Am nächsten Morgen genoss ich meinen, vorerst letzten Run der Beach entlang. Obwohl zu dieser Tageszeit die dunklen Wolken eher eine dramatische Stimmung vermitteln, war es angenehm warm und ich konnte den gemütlichen Lauf vom Wellenrauschen begleitet noch so richtig geniessen.

Danach machten wir uns auf in den National Park „Le Grand“. In diesem Park gibt es zahlreiche, fantastische Buchten, die nicht nur durch den ausserordentlich weissen Sand spektakulär wirken, sondern weil auch massive Granit- und Gneis-Peaks sich unmittelbar an der Küste abheben. Wenn man Glück hat, hüpfen sogar die hier ansässigen Western Grey-Känguru’s am Strand entlang, was die Beach-Szenerie skurril wirken lässt.

Cape Le Grand

Rossiter & Lucky Bay

Von der Rossiter Bay machten wir uns zu Fuss auf zu Lucky Bay. Nicht nur, dass wir eine herrliche Aussicht geboten bekamen, sondern zahlreiche, bunte Blumen (oftmals aus der Familie der Orchideen) säumten den Weg. Das Ziel „Lucky Bay“ stellte sich dann als richtiger Hingucker heraus und nahmen wir auch dort das Mittagessen ein.

Hellfire Bay

Ich finde, dass dieser Name absolut nicht passend ist zu dieser fantastischen Bucht, aber angeblich hat sie den Namen von der Blume „Hellfire“ die hier zahlreich erblüht. Leider ist die Blütezeit schon vorbei, so dass wir keine gesehen haben.

Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit ging’s wieder zurück nach Esperance, wo wir noch zu verschiedenen Buchten fuhren.

Twilight oder Dinosaurier Bay

Die grosse Felsformation, die einem abtauchenden Dino ähnlich sieht ist der Grund für den „Nickname“ dieser Beach. Es war jedoch mehr die Trauung an diesem Strand, die unser Herz ergriff 😍 ❤ und uns von der Naturschönheit ablenkte…😉

Nine Mile Beach

Wie es der Name schon sagt, dies ist wieder einmal eine typische australische Beach…. mit 9 Meilen unendlich weitläufig 😀 und never ending.

Pink Lake

Der Pink Lake wird heutzutage leider nicht mehr pink. Damit der See pink erschien, war der hohe Salzanteil, hohe Temperaturen, sowie eine intensive Lichteinstrahlung sowie eine spezielle Algenart nötig. Heute hat sich ein Frischwasserzulauf durch natürliche Veränderungen dazugemischt und damit sind die Gegebenheiten soweit verändert, dass die Einmaligkeit verloren ging.

Da die Wolkenfront gegen Abend wieder stärker wurde, war uns kein atemberaubender Sonnenuntergang gegönnt, doch die australischen Football-Fans unserer Gruppe waren nicht traurig darüber, denn so konnten sie nach einem frühen Abendessen das Halbfinalspiel zwischen Melbourne und dem WA-Team verfolgen 🏈

Am Sonntag ging es wieder zurück in das 750 KM entfernte Perth. Die Rückreise machten wir jedoch nicht ohne Zwischenstopps. Im Süden von WA sind die bekannten Wave-Rocks zu Hause. Darauf habe ich mich schon lange gefreut.

Diese ca 2,7 Mia. Jahre alte Granit-Gesteinsformation kam durch Erosionen und Witterung zu dieser einmaligen Form und erstreckt sich auf ca 110 Metern mit einer Höhe von bis zu 15 Metern. Schon beeindruckend was die Natur da geschaffen hat! Aber auch oberhalb dieser „Welle“ gab es ganz schöne Bilder mit den Felsen, Blumen und der okernen Farbe des Gesteins.

Nach einem kurzen Mittagessen flitzten wir wieder über den Asphalt und peilten Perth an.

Auf ca. der Hälfte des Rückwegs stoppte Mel bei einem grünen See, als Entschädigung für den entgangenen Pink Lake. Auch wenn ich den pinkenen See bevorzugt hätte, schätzte ich die Geste und muss zugestehen, dass dieser enorm salzhaltige „Grünsee“ schön fand 😊.

Ich war für einmal eines der Kücken der Gruppe. Aber ich hab auf all den Touren noch selten so gelacht wie mit diesen tollen Menschen. Vor allem die zwei Schwestern, Denise und Gwenda, haben durch ihren Humor und dem neckischen Umgang mit Mel alles geschlagen. Es war richtig erfrischend und unterhaltsam. Pat und Bernie hingegen sind meine Inspiration! Mit 83 bzw. 86 Jahren unternehmen die beiden nach wie vor regelmässig Reisen und sind immer noch voller Ideen über ihre nächsten Trips. Ergänzend dazu sind sie ebenfalls unterhaltsam, offen, witzig und mit einem trockenen Humor versehen – einfach fantastisch! Ich bin froh diese Menschen getroffen zu haben – Danke Leben!👍😀.

Copyright for all Photos by Monika Manhart.

Avatar von Unbekannt

Autor: Moni_meets_the_world

Ich reise gerne durch die Welt und lass mich inspirieren von der Vielfalt des Lebens. Andere Lebensformen, unterschiedliche Religionen, geographischen Gegebenheiten kombiniert mit Einflussfaktoren wie Klima, Wohlstand, Traditionen etc etc bereichern mich an jedem einzelnen Tag, wenn ich durch die Welt bummle. Mit diesem Blog halte ich meine Erlebnisse in Wort und Bild fest und wer immer Lust hat, darf sich darauf einlassen um sich mit meinen Erfahrungen inspirieren, motivieren lassen.

Ein Gedanke zu „Perth – Albany – Esperance Tour“

Hinterlasse eine Antwort zu Judith Manhart Antwort abbrechen

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..