Riga – die grüne Stadt

Seit vielen Jahren wünschte ich mir, Riga zu bereisen. Geschäftlich durfte ich hier mal ein paar Stunden verbringen und seither war der Wunsch gesäht.

Die Anreise verlief nicht wie erhofft, aber knapp 13 Stunden später kamen wir dann doch noch an. Gerade richtig, um uns in der kleinen Altstadt etwas zu orientieren und dann um 17.00 Uhr eine Sightseeing Bootstour zu machen. Diese bot uns den Überblick noch schneller zu bekommen und einige Tipps für die kommenden Tage waren auch noch dabei. Auf jeden Fall war es sehr gemütlich und entschleunigend so auf dem Gewässer herum zu gondeln.

Unser Apparthotel lag wunderbar zentral in der Altstadt und nur wenige Schritte weg vom Präsidenten-Sitz. Zugegeben, hätte uns der Bootsfahrten nicht gesagt, was das für ein Gebäude ist, wir hätten es wohl länger nicht bemerkt. Keine Security oder ähnliches standen um dieses nicht unrelevante Gebäude. Also auch da, keine unnötige Aufmerksamkeit, sondern eher unspektakulär und ruhig.

Riga hat rund 590’000 Einwohner:innen und ganz Lettland zählt rund 2,5 Mio. Die Landessprache ist Lettisch, doch ist der deutsche Einfluss spürbar. Englisch funktioniert auch problemlos.

Die Athmosphäre der Stadt wird stark geprägt von den historischen Gebäuden, die in überraschend gutem Zustand sind. Augenfällig ist aber all das Grün, die Blumenvielfalt – sprich die hohe Präsenz der Natur.

Wir haben versucht die Mentalität der Einheimischen zu erfahren, erleben, was wir nicht so einfach oder klar erfassen konnten. Wie stark ist der russische Einfluss, was ist eher Deutsch und was gehört zur lettischen Eigenheit? Wir können nur sagen, dass auch in ihrer Art Ruhe und Gelassenheit omnipräsent ist. Spürbar ist auch Aufbruch, Neugier aufs Neue und damit eine gewisse Form von Innovation. Für mich jedoch klar: ihre eigene Kultur und Mentalität wird noch geformt. Sie sind auf dem Weg, jedoch noch nicht angekommen.

Auch verständlich, denn liegt die Unabhängigkeitserklärung erst seit 1990 vor und wurde am 13. Januar 1991 von den Russen nochmals stark geprüft. Also dieses Volk geht erst seit wenigen Jahren seinen Weg. Lettland als „Sandwich-Land‘ bei den 3 baltischen Ländern kommt mir auch etwas geborgener und damit gemütlicher vor, als Littauen oder Estland. Von dene hört man schon mehr charakterliche Entwicklung und damit auch eine ausgeprägtere, weitreichendere Innovationsstärke.

Aber zurück zu Riga. In Riga gibt es eine der grössten Markthallen Europas. Diese wurden ursprünglich gebaut, damit sie den Zeppelinen aus dem 1. Weltkrieg Park- als auch Service-Ort dienen konnten. Heute ist es eben eine Markthalle, inkl. unterirdischen Markthallen. Die Hallen versprachen mehr, als was sie, nach unserem Empfinden, boten. Es war eher ein einfaches Einkaufszentrum, als Markt. Weiter waren grosse Teile im Umbau, was das Erlebnis stark beeinträchtigte. Was hingegen sehr schön und eben marktmässig war, war der Gemüse- und Blumenmarkt vor den Hallen.

Viele Türme prägen das Ortsbild. Das kommt daher, dass es nicht einen primären Glauben in Lettland gibt, sondern viele Religionen vertreten sind. So sind auch viele Gotteshäuser erbaut worden. Am Samstag stiegen wir auf einen der Türme (unterstützt von einem Lift) und genossen einen unglaublich schönen Blick über die Stadt.

Das Quartier, wo diese eine Kirche steht, beeindruckte uns enorm. Die Häuser, Gärten und Gassen waren sehr gepflegt, alte Mäuer neu gemacht, neue Elemente stilvoll ergänzt – wir konnten uns fast nicht satt sehen. Die Bremer Staftmusikanten, als Bronzefigur, war auch Teil dieses Quartiers und wurde erklärt damit, dass es ein Geschenk der Partnerstadt Bremen ist.

Entspannt, voller wunderschöner Eindrücke ging es am Sonntag zurück Richtung Schweiz. Diese Stadt hat uns gluschtig gemacht auch auf die anderen beiden Länder und wir sind sehr gespannt, wie es mit diesem Land weitergeht.

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Autor: Moni_meets_the_world

Ich reise gerne durch die Welt und lass mich inspirieren von der Vielfalt des Lebens. Andere Lebensformen, unterschiedliche Religionen, geographischen Gegebenheiten kombiniert mit Einflussfaktoren wie Klima, Wohlstand, Traditionen etc etc bereichern mich an jedem einzelnen Tag, wenn ich durch die Welt bummle. Mit diesem Blog halte ich meine Erlebnisse in Wort und Bild fest und wer immer Lust hat, darf sich darauf einlassen um sich mit meinen Erfahrungen inspirieren, motivieren lassen.

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